Samstag, 24. März 2012

„Lasch“ erzogener Welpe. Was wurde aus ihm? – Ein kleines Quiz

Vor einigen Jahren beobachtete ich einige Welpen. Im Alter von wenigen Wochen gestand ihnen ihre Mutter eine gewisse Narrenfreiheit zu. Sie war streng, wenn es darum ging, sie in der Nähe ihres Geburtsorts zu halten. Das heißt, sie war streng, weil sie den Kleinen keine großen Ausflüge erlaubte. Sie rannte immer hinter ihnen her, wenn die Welpen in ihren Augen zu weit weg waren. Dann schleppte sie sie mit einer unbeschreiblichen Geduld wieder und wieder zurück. Selten, wenn sie mal ernsthaft genervt war, hielt sie den Nachwuchs fest, indem sie sich praktisch mit einer Pfote draufstellte und dabei auch knurrend „meckerte“. Aber meist war sie so geduldig, dass sie die Kleinen einfach immer nur zurückschleppte. Allerdings setzte sie in anderen Situationen klare Grenzen. Immer dann, wenn die Welpen zu wild im Spiel wurden, und mit zunehmendem Alter wurden sie auch zurechtgewiesen, wenn sie Mutters, oder auch Vaters Nahrung klauen wollten. Ich konnte speziell bei diesen Tieren aber nicht beobachten, dass die Elterntiere jemals ernsthaft grob wurden. Es wurde mal laut geknurrt, die Welpen mal weggedrückt oder gerempelt – das war es. Die frühe Welpenzeit war also gekennzeichnet von gelegentlichen Begrenzungen, aber im Prinzip recht vielen Freiheiten. Als die Welpen dann älter waren und einer von Ihnen dann mit seiner Familie auch Ausflüge unternahm und die Welt kennenlernte, änderte sich nicht wirklich viel für ihn. Ihm wurden nur dann Grenzen gesetzt, wenn er den Familienmitgliedern etwas streitig machen wollte. Ansonsten konnte er den lieben langen Tag machen, was er wollte. Fremden Artgenossen ging er aus dem Weg, er suchte mit diesen keine Konflikte und keine Auseinandersetzungen. Allerdings hatte er eine Jagdleidenschaft, die er oft und gerne gezielt einsetzte. Niemand war da, der ihm das verboten hätte. Unser Welpe, dessen Eltern fürsorglich, aber in bestimmten Situationen bestimmt waren, hatten für einen guten Start ins Leben gesorgt. Je älter der Welpe wurde, eroberte sich das Tier aber immer mehr Freiheiten. Freiheiten, die nur sehr selten begrenzt wurden. Knapp gesagt, war die Erziehung dieses Welpen mit sehr, sehr vielen Freiheiten verbunden und nur einigen, klaren Verboten. Wenn man das mit Erziehungsmethoden von Menschen untereinander  vergleicht, wurde das Tier mehr als antiautoritär erzogen. Fast schon laissez faire…  Hier stellt sich jetzt eine Frage: Kann sich ein Welpe unter den Umständen so entwickeln, wie es die Natur vorgesehen hat? Oder wird er zu einem „dominanten“ und aggressiven Monster? Was wird aus einem Welpen, der dermaßen „lasch“ erzogen wird?
Ich habe diesen Welpen einige Jahre später als erwachsenes Tier wiedergesehen und konnte das Ergebnis seiner Erziehung sehen. Ich denke, das was aus ihm wurde ist eine schöne Grundlage für ein kleines Quiz.
Hier die Frage:
Was wurde aus dem Welpen?
Zwei kleine Tipps: Die Frage ist recht kurz zu beantworten. Wenige Worte reichen schon. Und lesen sie den Text ganz genau...
Wer die Frage als erster richtig beantwortet, bekommt ein Exemplar meines Buches „Wer ist hier der Schlaumeier“ (der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen).
Tragen Sie Ihre Antwort bitte in der Kommentarfunktion ein. Anonyme Einträge können nicht berücksichtigt werden.
Viele Spaß beim Raten und vor allem beim Nachdenken. Ich bin mir sicher, die Antwort wird Sie überraschen.

Das Quiz wurde gelöst und ist beendet.
Auflösung hier:

http://klartexthund.blogspot.de/2012/03/lasch-erzogener-welpe-auflosung-quiz.html



Kommentare:

  1. Ich gehe davon aus, dass der Welpe zu einem tollen, ausgeglichenen Hund wurde, der wunderbar im Leben zurecht kommt.

    Denn wenn ich beobachtet habe, wie lasch unsere Mädels und Rüden mit Welpen umgehen und was diese sich alles erlauben dürfen... das ist schon echt erstaunlich. Aber es funktioniert.

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  2. Mit laissez faire hatte die Erziehung dieses Welpen genau nichts zu tun: Ihm wurden Grenzen entweder dann gesetzt wenn dies für seine Sicherheit notwendig war, oder aber, wenn er andere Rudelmitglieder beeinträchtigte. Mit zunehmendem Alter wurde ihm mehr Bewegungsfreiheit zugestanden und seine Jagdpassion wurde in keiner Weise unterdrückt. Warum auch? Ihn zu einem selbständigen Hund heranwachsen zu lassen, der später in der Lage wäre, sich und seine eigene Familie zu ernähren, war für seine Eltern biologisch sinnvoll!
    Fragwürdig ist diese Form der Erziehung nur in einem Sozialverband aus Hunden und Menschen: Die Menschen wollen nicht, dass der Hund selbständig wird, allein für sich sorgen kann und sie irgendwann verlässt um eine eigene Familie zu gründen. Sie möchten, dass der Hund gehorcht. Im Zusammenleben mit dem Menschen soll der Hund Kind bleiben: Er soll sich sein Leben lang an den "Erwachsenen" orientieren.
    Diese müssen also in der "Elternrolle" verbleiben.

    Was das Stichwort "Dominanz" betrifft würde ich es sehr begrüßen, wenn es endlich aus der Diskussion verschwände: Dominanz ist keine Eigenschaft!

    Zum Thema Aggression möchte ich nicht kurz antworten - dafür ist es zu heikel.
    Wahrscheinlich ist meine Antwort auch so schon viel zu lang.

    Ich will aber auch gar nix gewinnen - das musste nur mal raus!

    Gruß

    Iris

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    1. Bei der "Dominanz" im Text bitte die Anführungszeichen und den ironischen Unterton beachten ;-)

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  3. Der erwachsene Hund wurde ein unauffälliger und gelassener Hund. Dadurch dass er als Welpe viel selbst ausprobieren konnte, kennt er sehr genau seine Grenzen und hat nur selten "Flausen im Kopf".

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  4. Der erwachsene Hund wurde ein unauffälliger und gelassener Hund. Dadurch dass er als Welpe viel selbst ausprobieren konnte, kennt er sehr genau seine Grenzen und hat nur selten "Flausen im Kopf".

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  5. Der Welpe hat sich so entwickelt wie es die Natur vorgesehen hat! Nach dem Motto "zurück zum Ursprung"!

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  6. Jacqueline Herbst25. März 2012 um 01:02

    Die Welpen lernen so bestimmte Grenzen die wichtig sind einzuhalten,aber haben trotzdem noch Entscheidungsfreiheit und können sich entwickeln.Ein guter Rudelführer ist geduldig und berechenbar.Hoffe so ist es richtig =)

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  7. Ein selbstbewusstes erwachsenes Tier

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  8. Aus dem Welpen wurde ein ganz normal sozialisierter von souveränen Eltern erzogenener Hund, der selbstbewusst ohne Angst und Scheu, freundlich und gutmütig durchs Leben zieht, da er so erzogen worden ist, wie Wölfe es in ihren Familien tun.

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  9. EIn Hund, der klar gesetzte Grenzen und eine gute Bezugsperson als "Grenzensetzer" anerkennt.
    Da ich leider nicht rausbekomme wie ich mich anmelde, laufe ich hier unter anonym;-(

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    1. Bei Anonym einfach Namen und Emailadresse unten anfügen.

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  10. Jacqueline Herbst25. März 2012 um 02:26

    Ein Wolf....wird wohl die Richtige Antwort sein,so wie ich es verstanden hab =)

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