Sonntag, 25. März 2012

"Lasch erzogener Welpe" - Auflösung Quiz

Zum Quiz http://klartexthund.blogspot.de/2012/03/lasch-erzogener-welpe-was-wurde-aus-ihm.html

Gibt es folgende Auflösung:
Aus dem Welpen wurde ein erwachsener Wolfsrüde, der mit seiner Partnerin selbst erfolgreich Welpen aufgezogen hat. Die richtige Antwort wäre also: Ein Wolf.
Gewonnen hat: Jacqueline Herbst (Bitte per Email melden bzgl. Adresse für die Büchersendung)
Erläuterung:
Leider wird innerhalb der „Hundeszene“ (furchbares Wort übrigens, weil die Hunde in dieser Szene wenig zu sagen haben) ja jedes Wort und jeder Gedanke auf die Goldwaage gelegt. Darum möchte ich hier anmerken: Die Feststellung über die Erziehung von Wölfen untereinander soll nicht als Erziehungsmodell für unsere Haushunde dienen. Das wäre natürlich absurd. Natürlich sind die Umstände, unter denen unsere Hunde leben ganz anders, als die Umstände, die die Umwelt für freilebende Wölfe oder andere Hundeartige, sowie „frei“ lebender Haushunde bereithält. Das Quiz soll vielmehr auf etwas Spezielles hinweisen. Wenn „Hau-Drauf-Hundeexperten“ davon reden, dass Hunde untereinander auch nicht zimperlich seien. Wenn zudem noch von „artgerechter“ Behandlung etc. gesprochen wird, wenn ständig bestraft und unterdrückt wird, sollte man vielleicht einmal an unseren Wolf denken. Und sich vor Augen führen, dass es in der Natur eben nicht vorkommt, dass es nicht der Art entspricht, wenn ein Tier mit Rappelbüchsen beworfen wird oder vom Jagen abgehalten wird. Das kommt in der Natur nicht vor. Es kommt auch nicht vor, dass ein Individuum bestraft wird, wenn es das Territorium vor Eindringlingen beschützt, wenn es durch bellen warnt. In der Natur wird auch nicht an Leinen geruckt usw. Das hat alles nicht einmal im Ansatz etwas mit artgerecht oder natürlich zu tun. Das sind schlicht Methoden, die ein Lebewesen zum Roboter unterdrücken. Sonst nichts.
Es sei hier noch einmal erwähnt, dass eine Erziehung in unserer Gesellschaft wichtig ist und es leider nicht anders geht, Hunden in gewissen Situationen die Ausübung ihrer natürlichen Motivationen zu verbieten (z. b. die Jagd). Wie man das macht, darüber kann man diskutieren und es gibt viele Möglichkeiten, wenn man Lerntheorien und natürliche Verhaltensweisen kennt und umsetzt. Aber das „Wie“ soll hier nicht das Thema sein. 
Ich möchte hier nur zum Nachdenken anregen, wenn man mit Aussagen konfrontiert wird, die „eine härtere Gangart“ in der Hundeerziehung mit „artgerecht“, „machen die untereinander auch“ oder „natürlich“ kaschieren...   

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