Dienstag, 19. Januar 2016

Flexibilität in der Hundeerziehung

Bevor man mit einem vermeintlichen „Problemhund“ ein anderes Verhalten trainiert, sollte man immer erst einmal die Gründe des Verhaltens eruieren. Ich mache nämlich immer wieder die Erfahrung, dass es unzählige, individuelle Gründe für ein Verhalten gibt – oder für die Interpretation des Verhaltens durch den Menschen. Nicht selten verhält sich der Hund völlig normal, Menschen interpretieren jedoch ein Fehlverhalten hinein oder sind selbst de...r Grund für das vermeintliche Fehlverhalten.

Ursachen erforschen

Darum ist es wichtig und richtig, vor einem Training eine genaue Analyse des Umfelds, der Gesundheit und der Lebensumstände des Hundes zu machen. Häufig genügen eine Umstellung des Tagesablaufes und eine Reduzierung von Stressoren, und ein angeblich „aggressiver“ Hund entspannt sich zusehends. Meiner Meinung nach wird viel zu schnell mit irgendwelchen Trainings begonnen, ohne die Verhaltensgründe zu kennen und bei der Wurzel zu packen.

Flexibles Training ohne sture „Philosophie“

Wenn aber dennoch ein Training nötig wird, sollte man flexibel sein. Wenn man stur eine „Methode“ anwendet, stößt man schnell an Grenzen oder wird verbissen – dem Hund und der Philosophie gegenüber. Jeder Hund ist einmalig, jeder Hund lebt in einem einmaligen Umfeld mit anderen Individuen zusammen. Es gilt ein Training zu suchen und zu finden, das flexibel ist und sich allen Faktoren anpassen kann. Und, obwohl das anscheinend viele Hundehalter und „Profis“ glauben –beim Hundetraining, beim Umgang mit dem Hund gibt es nicht nur zwei Möglichkeiten. Gewaltfrei oder gewaltsam. Wer das denkt, ist schon in seiner Denkweise unflexibel. Es gibt allein bei den Möglichkeiten der „Gewaltfreiheit“ so viele verschiedene Möglichkeiten, flexibel und unterschiedlich mit Hunden zu arbeiten, dass der normale Hundehalter den Überblick verlieren kann. Wenn also jemand sagt, dass Gewaltfreiheit ihre Grenzen hat und man irgendwann die Berechtigung hat, zu Gewalt zu greifen, sagt er nur eines aus: Er weiß nicht weiter…

Gewalt ist nie eine Lösung

Gewalt sollte nie eine Lösung sein. Wer Gewalt anwendet ist im Grunde hilflos und komplett unflexibel. Weil er sie anscheinend nicht kennt – die unglaubliche Flexibilität der Gewaltfreiheit.
Was Gewalt für mich bedeutet? Obwohl die Definition diskutiert wird, ist sie eigentlich einfach. Alles, was mit Schmerz zu tun hat, und was ein Lebewesen ängstigt und einschüchtert. Das sieht übrigens auch das Gesetz so.

Hund, Leine, Fahrrad und Geschwindigkeit. Gute Beschäftigung oder dumme Idee?

Da war sie wieder. Diese Szene die ich schon „ich weiß nicht wie oft“ gesehen habe. Und über die ich mich jedes Mal nicht nur ärgere. Nein, ...