Donnerstag, 30. Juli 2015

Wenn zuviel mit Hunden trainiert wird…

Die letzten Jahre hat sich einiges verändert – sicher begründet durch eine gesellschaftliche Entwicklung, die Perfektion und Anleitungen fordert und ein unüberschaubares Überangebot an Informationen bietet. Wodurch die Hundehalter sich genötigt fühlen, nur noch zu trainieren und das einfache, schöne Leben mit dem Hund darüber vergessen. Aber auch begründet durch Philosophien in der Hundeerziehung, die sich entgegen sämtlicher Erkenntnisse bzgl. Lernen und Verhalten von Caniden immer stärker an Rudeldenken und Strafe orientieren.

Zu hohe Ansprüche

In der heutigen Gesellschaft sind es die Menschen gewohnt, dass ihnen Entscheidungen abgenommen werden. Für jede Lebenslage gibt es Anleitungen. Alles soll perfekt sein, nichts wird dem Zufall überlassen oder mal nach dem Bauchgefühl entschieden. Das ist in allen Lebensbereichen so, natürlich auch im Bereich der Hundeerziehung. So kann ich in den letzten Jahren feststellen, dass der Hundehalter durch das Angebot an Philosophien und Anleitungen in eine undankbare Rolle gedrängt wird. In die Rolle des Hundehalters, der einen „funktionierenden“ Hund zu führen hat. Aus dem Grund wird der Hund von morgens bis abends trainiert und kontrolliert. Eines scheint man dabei zu vergessen: Der Hund ist ein anpassungsfähiges Lebewesen, welches seit vielen Jahrtausenden in der Nähe des Menschen lebt und das meist problemlos – ohne Dauertraining und Anleitungen. Was natürlich nicht heißen soll, dass man Hunde nicht ausbilden sollte. Ganz im Gegenteil. Es ist natürlich wichtig, dass man dem Hund einige wichtige Signale beibringt, z. B. dass er verlässlich kommt, wenn man ihn ruft.

Zuviel Training

Ich empfinde es aber mehr als übertrieben, wenn sich die Gedanken des Hundehalters nur darum drehen, was der Hund alles nicht darf und diese Verbote wieder und wieder zu trainieren. Warum lassen wir die Hunde nicht einfach selbst Erfahrungen machen, herausfinden, was sie weiterbringt oder eben nicht. Das ist es ja, was Leben und Lernen ausmacht, was das Gehirn fördert – um auch mal flexibel genug zu sein, selbstständig Entscheidungen zu treffen, die von Vorteil für das Individuum sind. Ein Beispiel: Wenn ich mit Hunden, aber auch Menschen unterwegs bin und aus irgendeinem Grund kurz anhalte, um mir etwas anzuschauen, sage ich „warte mal“. Mache aber nichts weiter, sage es nur, wenn ich stoppe. Unter Menschen ist das höflich, und schon von Kindesbeinen an lernen wir, dass jemand, der „warte mal“ sagt, stehenbleibt. Um zusammenzubleiben halten andere dann eben auch an. Das macht ein Hund ebenfalls – er lernt, was die Worte bedeuten und bleibt, wenn die Worte ertönen, auch stehen. Weil es zu seinem Vorteil ist, beim Menschen zu bleiben um nicht allein zu sein. Solch ein Alltagslernen findet immer und überall statt und man muss es nicht obsessiv trainieren. Natürlich sollte man für ernste Situationen immer ein Signal trainiert haben, welches ein sicheres Stoppen oder Kommen garantiert. Aber daraus muss nicht das Leben bestehen. Hunde die ständig trainiert werden, immer und für jede Handlung ein Feedback bekommen, sind meist leicht zu verunsichern.

Zuviel Feedback – eigene Entscheidungsfähigkeit wird unterdrückt

Andauerndes Feedback zu jeder Handlung kann nicht gut sein. Dadurch weiß ein Hund nicht, was er machen soll, wenn er einmal kein Feedback, keine Anleitung bekommt. Das ängstigt ihn, stresst ihn. Und unter Angst und Stress kann ein Lebewesen auch mal aggressiv oder hysterisch überreagieren. Ein Trend, den ich leider immer häufiger in den letzten Jahren beobachte. Hunde, die durch Dauertraining leicht zu stressen sind, kein Selbstvertrauen haben und in eigentlich einfachen Situationen überreagieren.
Trainieren ist gut - wenn es nicht übertrieben wird
Weitere Probleme sind, dass durch diverse Medien ein völlig falsches Bild vom hündischen Sozialverhalten gezeichnet wird – dass nur noch die Worte Rudel, Rudelführung usw. im Vordergrund stehen. Wobei sich diese „Rudelführung“ in erster Linie darauf bezieht, Hunde einzuschüchtern und dadurch ebenfalls wieder unsichere Tiere zu produzieren, die nicht selbstständig mit fremden Situationen umgehen können.

Falsches Verständnis vom Sozialverhalten

Das angeborene Sozialleben der Hunde hat viel weniger mit  zusammengewürfelten Rudeln zu tun, als man glaubt. Wölfe, die Vorfahren der Hunde, leben immer nur in kleinen Familien, und selbstbestimmte Straßenhunde sind bis auf wenige Ausnahmen allein auf Streifgängen anzutreffen. Nur an Schlaf- und/oder Fressplätzen kann man lockere Gruppenbildungen erkennen. Strenge „Rudelführer“ sind Hunden von Natur aus fremd, aber der Trend der letzten Jahre suggeriert uns, dass Hunde strenge Führung brauchen würden – und das wird wieder trainiert…

Zu verkrampfter Umgang mit dem Thema

Hunde folgen uns, wenn wir fair mit Ihnen umgehen, wenn wir ihnen Freiheiten gönnen, sie mit Sicherheit und Nahrung versorgen. Wenn sie sich in unserer Nähe wohl fühlen. Natürlich müssen wir einige Regeln vermitteln und einüben, damit unsere soziale Gemeinschaft funktioniert. Wir müssen aber nicht bis zum Umfallen trainieren und an Rudelführertheorien glauben, von denen die Tierart Hund keinen Schimmer hat.
Vielleicht sollten wir Menschen selbst mal mehr üben, die (Hunde)Welt wieder entspannter zu sehen. Den Hund auch mal im Alltag lernen lassen und ihm die Freiheit geben, seine unglaubliche Fähigkeit zur Anpassung nutzen zu können. Und wenn man sich dann noch sachlich mit den Bedürfnissen und dem Sozialverhalten der Hunde beschäftigt, kann der deutlich zu beobachtende Trend zu verunsicherten Hundehaltern und Hunden vielleicht wieder umgekehrt werden…

Dienstag, 28. Juli 2015

Von schnüffelnden und autoritativ erzogenen Hunden mit Biothane Leine im BARF-Shop



Wenn wir ein Buch lesen, leistet unser Gehirn Höchstarbeit. Im Grunde werden uns durch die Schrift ja nur unvollständige Informationen geliefert. Wir nehmen nur Buchstaben wahr, die im Kopf zu farbigen und bewegten Bildern umgesetzt werden, die komplexe Vorgänge und Sachverhalte schildern. Lesen ist anstrengend. Die Aufnahme der visuellen Informationen, die sich von Wort zu Wort ändern, strengen das Gehirn an, halten es aber gleichzeitig flexibel und gesund. Unser Gehirn benötigt für die Informationsverarbeitung übrigens mehr Energie als jedes andere Organ im Körper. Was zeigt, wie aufwändig das Verarbeiten von ständig neuen Informationen ist.


Verarbeitung von Geruchsinformationen


Ein Hund kann zwar keine Bücher lesen. Aber er kann etwas, was wir im Vergleich dazu nur beschränkt können. Die Informationsverarbeitung mit der Nase. Die Aufnahme und Weiterverarbeitung im Gehirn. Auch der Hund kann mit wenigen Informationen in seinem Gehirn Bilder formen und Informationen sammeln, die für sein Leben wichtig und interessant sein können. Ein Fähigkeit, die bei seiner Art von Natur aus eingerichtet wurde, um die Existenz seiner selbst und seiner Art zu sichern. Mit der Nase werden Informationen über Nahrung, Feinde und Freunde gesammelt und im Gehirn interpretiert. Und diese Informationen können an einer einzelnen Hausecke in großer Zahl vorhanden sein. Da können Spritzer von Speiseeis zu finden sein, dort können sich Geruchspartikel von Nahrung festgesetzt haben, dort können andere Hund ihre Markierungen hinterlassen haben, dort kann sich eine Katze geschubbert haben und vieles mehr. Informationen, die uns verborgen bleiben. Der Hund kann aber mit seiner Nase all das feststellen – all die Informationen kann er an der Hausecke finden. Und noch mehr – mit großer Wahrscheinlichkeit kann er bei den Markierungen anderer Hunde Geschlecht und Gesundheitszustand ablesen.


Hund liest mehrere Bücher gleichzeitig


Es ist faszinierend – er kann so viel feststellen, was uns fast vollkommen verborgen bleibt – und er kann so viele verschiedenen Informationen, die sich überlagern und vermischen, voneinander trennen. Das kann man meiner Meinung nach damit vergleichen, als wenn wir ein Buch lesen würden, in dem mehrere Texte einfach übereinander abgedruckt sind – und wir trotzdem in der Lage wären, einem der in dem Buchstabenmeer verschwindenden Texte folgen zu können, ihn mit unseren Augen und dem Gehirn zu separieren. Genau das kann ein Hund mit seiner Nase und den Informationen an der Häuserecke.

Das Schnüffeln ist also eine gute und wichtige Beschäftigung für jeden Hund – egal welcher Rasse und Größe. Dass man rassebedingt noch zusätzlich beschäftigen kann/muss, versteht sich von selbst.


Schnüffeln zu langweilig? Facebookdiskussionen helfen, während der Hund beschäftigt ist…


Wenn einem Hundehalter die Hundebeschäftigung „schnüffeln“ zu langweilig oder zu uncool ist: Der kann ja auf dem Smartphone, während der Hund schnüffelt, einer moderneren Tätigkeit rund um Hunde nachgehen. Sie/Er kann sich dort in 14 verschiedenen Facebookgruppen darüber streiten, ob dem autoritativ1 erzogenen Hund mit negativ verstärkter, positiver Strafe beigebracht wird, dass die Biothaneleine aus dem BARF Shop umweltgerechter ist…

Alle sind glücklich – der Mensch darf sich die Welt komplizieren, wie er möchte – während der Hund gemütlich sein Gehirn an der geruchsintensiven Häuserecke flexibel hält. 

Komplexe Informationsverarbeitung(c) fotolia



1autoritative Erziehung: Der Humanpädagogik entliehener Begriff, der praktisch jede Form der Erziehung rechtfertigt. Strafen und belohnen, Zuckerbrot und Peitsche. Allerdings gibt es keine klaren Aussagen, wieviel Zuckerbrot und Peitsche jeweils angewandt werden. Darum ist es auch in der Humanpädagogik ein umstrittener Begriff.

Donnerstag, 16. Juli 2015

Wolfsinterview…



Unsere heimische Lippstädter Tageszeitung hat mich um ein Interview zur Rückkehr der Wölfe gebeten. Das habe ich gern gegeben, weil sachliche Informationen wichtig sind.
Hier das Interview:

„Mensch gehört nicht zum Beuteschema des Wolfs“ 

ANRÖCHTE - Angst vorm bösen Wolf? Der Wolf ist zurück in Deutschland und breitet sich weiter aus. Der Anröchter Hundepsychologe Thomas Riepe hat als Fachautor bei Recherchetätigkeiten schon viel mit freilebenden Wölfen zu tun gehabt. Wir haben ihm einige Fragen gestellt, wie man mit der möglichen Ankunft des Wolfes in der heimischen Region umgehen sollte. So wurde auch Thomas Riepe bereits von einigen verunsicherten Mitbürgerinnen und - bürgern aus Anröchte und Umgebung auf das Thema Wölfe angesprochen. Anlass für die Redaktion, den Experten zu hören. 

Werden sich die Wölfe auch bei uns ansiedeln?

Thomas Riepe: Sicher werden wir es früher oder später mit durchwandernden Wölfen zu tun haben. Ob die Tiere längerfristig im Kreis anzutreffen sein werden, bleibt abzuwarten.

Wölfe in unserer Kulturlandschaft?

Riepe: Das stellt für Wölfe kein Problem dar. Sie benötigen keine Wildnis, um zu existieren. Sie brauchen Nahrung und ruhige Rückzugsgebiete. Der ausgedehnte Arnsberger Wald bietet sicher genügend Rückzugsmöglichkeiten für eine Wolfsfamilie. Auf der Nahrungssuche können die Wölfe dann aber auch in dichter besiedeltem Gebiet zu sehen sein. Das ist vollkommen normal, Wölfe meiden zwar die direkte Begegnung mit Menschen. Was aber nicht heißt, dass sie nicht im menschlichen Umfeld vorkommen. Füchse, Rehe etc. leben ja auch in unserer Umgebung.

Können sie Beutetiere ausrotten?

Riepe: Das ist unmöglich. In Mitteleuropa sind Wolfreviere um die 300 km² groß. Innerhalb eines Reviers lebt nur eine Familie, ein so genanntes Rudel. Das Rudel besteht immer nur aus den Eltern und eigenen Jungtieren. Man sieht selten Rudel, die mehr als 7 bis 8 Individuen umfassen. Und da die Reviere streng gegen andere Wölfe verteidigt werden, leben nur diese Wölfe auf 300 km². 7 bis 8 Wölfe in einem so großen Gebiet können ihre Nahrung - Rehe, Wildschweine, Hasen und Mäuse, nicht ausrotten. Die Natur verhindert das durch das angeborene Revierverhalten. Falls durch Umwelteinflüsse oder menschliche Eingriffe die Beutetierpopulation einmal kleiner wird, verkleinern sich auch die Wolfrudel. Die Jungtiere werden z. B. früher aus der Familie verjagt. Alles in allem ein ausgeklügeltes, faszinierendes System der Natur. Welches auch in unserer Kulturlandschaft funktioniert, weil wir sehr viele Rehe, Wildschweine und auch Mäuse haben.


Sind die Wölfe für uns Menschen eigentlich gefährlich?

Riepe: Nein. Der Mensch gehört nicht zum Beuteschema von Wölfen. Schon Wolfswelpen werden auf bestimmte Beutetiere geprägt. Wozu der Mensch nicht gehört. Im Gegenteil, Wolfswelpen machen es ihren Eltern nach und gehen einer direkten Konfrontation aus dem Weg. Sie flüchten zwar nicht in Panik, wenn sie einem Menschen begegnen. Aber ein gesunder Wolf, der auch nicht angefüttert wurde, geht einem Menschen aus dem Weg. Anders sieht es bei Tollwut aus. Die Krankheit kann durchaus zu Unfällen mit Wölfen führen. Aber die ist durch Impfmaßnahmen in Deutschland ausgerottet.

Was ist mit der Gefahr für Nutztiere?

Riepe: Schafe sind tatsächlich gefährdet, weil sie eine leichte Beute sind. Allerdings gibt es wirkungsvolle Schutzmaßnahmen wie Elektrozäune oder auch Herdenschutzhunde. Es gibt dafür auch Hilfs- und Entschädigungsprogramme des Landes. Dennoch sind die Schäfer sicher diejenigen, denen die Rückkehr des Wolfes Unannehmlichkeiten beschert. Alle anderen können sich entspannen. Dass Wölfe kräftige Nutztiere wie Pferde oder Kühe reißen, ist eine absolute Ausnahme. Es gibt so viel „leichte“ Beute, wie eben Rehe usw. in unserer Region, dass ein Wolf nicht das Risiko eingeht, von einem starken Rind oder Pferd verletzt zu werden. Ein verletzter Wolf ist in der Natur dem Tod geweiht, weil er nicht jagen kann.

Was ist mit Hunden?

Riepe: Wenn ein Hund in der Nähe seiner Besitzer ist, ist er sicher. Wie gesagt, der Wolf meidet den Menschen. Streunende Hunde in Wald und Feld sind gefährdet, weil sie von Wölfen als Artgenossen angesehen werden. Als Konkurrenten um Beute, die vertrieben werden. Aber dass Hunde frei im Wald streunen, sollten die Besitzer aus diversen Gründen ja sowieso verhindern. Und freilaufende Hunde beim Gassigang sollten in jeder Situation herangerufen werden können.

Wie verhalte ich mich, wenn mir doch mal ein Wolf begegnet?

Riepe: Nicht hektisch werden. Denn sonst könnten Sie das Tier zu schnell vertreiben. Bleiben sie ruhig und genießen Sie den Moment. Falls Sie sich dennoch unwohl fühlen sollten, gehen Sie einfach weiter Ihres Weges. Der Wolf wird genau das Gleiche machen. Mir selbst sind in Nordamerika viele Wölfe begegnet - einige bis auf wenige Meter. Meine einzige Angst dabei war jedes Mal, dass der Moment zu schnell vergeht… !

Mittwoch, 15. Juli 2015

Bedrohliche Spezies hat seine Biotope verlassen



Irgendwie haben wir Menschen ja vor allem Angst. Wenn wir nicht ständig auf der Hut sind und Maßnahmen ergreifen, werden wir schon bald vom Untergang bedroht sein. Was uns nicht alles bedroht: Unerzogene Hunde, Wölfe, Waschbären, Luchse, Herkulesstauden, Maulwürfe, Krähen, Elstern, Tauben – eine Armee von Tieren und Pflanzen, die kurz davor steht, die Herrschaft über die Welt zu übernehmen und die Menschheit zu versklaven – wenn wir sie nicht gnadenlos „regulieren“. Ja, unsere Angst ist schon berechtigt. Gerade bauen Tauben ein Nest direkt an meinem Balkon. Vermutlich nur ein Schritt auf dem Weg, mich aus dem Haus zu jagen…

Bei all den grausamen Monstern, die uns bedrohen, übersehen wir fast die Gefahr von einer anderen Spezies. Die es zwar immer schon bei uns gab, die sich aber seit ca. 20 Jahren stark vermehrt und seit sechs oder sieben Jahren fast explosionsartig über uns herfällt.

Agierte diese Spezies früher eher in abgegrenzten Biotopen wie Kneipenstammtischen, Kaffeekränzchen oder Kleingartenlauben, hat sie nun die weite Welt entdeckt. Die weite Welt des Internets. Und hat sich auch evolutionär entwickelt. Der früher im Biotop ansässige Pöbler ist zum Internetpöbler geworden. Seuchenartig verbreitet er sich über die Welt, fast ungehindert. Jeder Regulierungsversuch ist bislang gescheitert, unter anderem dadurch, dass die Pöbler immer wieder feige im Dickicht der Anonymität abtauschen. Und diejenigen, die sich offen zeigen, sind meist immun gegen jeglichen Versuch, sachlich mit Ihnen in Verbindung zu treten. Sie wissen sowieso alles, können alles – oder zumindest können Sie Ihren Vorbildern und/oder Gurus nach dem Schnabel reden. Und alle anderen anpöbeln…

Der Internetpöbler. Er breitet sich aus und ist kaum aufzuhalten. Mir macht er Angst, weil er vernünftigen Austausch und sachliche Debatten immer wieder torpediert – so weit, dass die Menschen, die interessante Dinge zu sagen haben, immer mehr eingeschüchtert werden und nichts mehr sagen. Schade…

Ich wünschte mir, wir würden unseren Weltuntergangs- und Verschwörungswahn bezogen auf „unerzogene Hunde“, Wölfe und Maulwürfe nur ein wenig auf die Internetpöbler übertragen. Denn die haben es verdient, reguliert zu werden. Wölfe, Maulwürfe, Elstern etc. sind keine reale Gefahr, aber wir machen Sie zu Monstern. Das echte Monster ist aber viel näher, als wir denken. Vielleicht pöbelt es direkt neben uns in der U-Bahn. Ganz leise, ganz hinterhältig und anonym mit den Fingern auf dem Smartphone…

Das Spiel mit der Angst – Populismus in der Hundehalterwelt

Bei der Beurteilung von Hundeverhalten sollte man es vermeiden, pauschal zu urteilen oder zu bewerten. Wenn ein Hund Menschen oder Artge...