Sonntag, 19. Juni 2011

Frei entscheidende Hunde…

Ein Blog hat als Informationsmedium gegenüber der gedruckten Zeitschrift einen entscheidenden Vorteil. Man kann über Kommentarfunktionen fast direkt mit den Lesern kommunizieren und sich austauschen. Man kann dadurch allerdings auch auf relativ kurzem Weg neue journalistische Wege gehen und die Leser über den schnell möglichen Austausch in die Artikelerstellung einbeziehen. So hat man ganz neue Formen der Quellenfindung und zugleich beruht ein Artikel nicht nur auf den Sichtweisen eines Autors, sondern bezieht Leser, deren Wissen und Ansichten, mit ein. Diese Möglichkeiten eines Blogs möchte ich hier einmal nutzen, im Hinblick auf einen Artikel, bzw. auf Daten und Informationen für die später folgende Veröffentlichung. Ich möchte noch nicht verraten, worum es in dem Artikel gehen wird, brauche dazu aber Ihre Mitarbeit. Eins sei verraten: Schon während dieser Mitarbeit werden Sie sich Gedanken machen. Gedanken, die sich ggf. schon auf Ihren Hund auswirken…
Aber konkret. Ich möchte Sie bitten, mir über die Kommentarfunktion folgende Frage zu beantworten:

Was darf ihr Hund während eines Tages tun, worüber er frei entscheiden kann?
Bitte listen Sie als Beantwortung nur Tätigkeiten auf, die der Hund wirklich komplett frei entscheidet, drinnen oder draußen während des Gassigangs.
 Als Beispiel:
-          Mein Hund darf sich den Liegeplatz frei in der Wohnung aussuchen und so oft wechseln, wie er möchte.

-          Mein Hund darf Mauselöcher ausgraben.

Listen Sie bitte keine Dinge auf, die der Hund nicht frei entscheidet. Auch nichts, wobei eine Tätigkeit mit z. B. Nahrung verstärkt wird etc.. Nur Handlungen, die der Hund selbst entscheidet und auf die Sie als Mensch keinen direkten Einfluss haben.
Ich bin gespannt und würde mich über Ihre Unterstützung freuen.

Kommentare:

  1. - meine Hunde dürfen innerhalb des Grundstückes ihre Rudelstrukturen frei leben, ohne menschliches Eingreifen

    - meine Hunde dürfen sich ihre Liegeplätze frei wählen + so oft wechseln, wie sie wollen

    - ich richte meinen Tagesablauf nach dem Tages-Rhythmus meiner Hunde

    - meine Hunde dürfen sich Liegekuhlen graben

    - mein Rudel darf Rangkompetzenzen untereinander selbst ausdiskutieren + klären

    - mein Rudel darf fremde Hunde auf dem Grundstück disziplinieren + eventuelles Fehlverhalten korrigieren

    - mein Rudel darf beim Spaziergang das Tempo wählen

    - mein Rudel darf beim Spaziergang Schwimmmöglichkeiten ausnützen, so oft sie wollen - auch wenn es dann heisst nasse 8 im Auto

    - mein Rudel darf die Welpen erziehen - Rüde, Mutterhündin, Nannys und Junghunde zu gleichen Teilen, so wie sie es von selbst machen. Es wird keine Mutter mit ihren Kindern vom Rudel ausgegrenzt.

    - mein Rudel darf untereinander Knochen tauschen, auch mal sammeln.. das regeln sie schon untereinander, dass keiner zu kurz kommt!

    - Mein Rudel darf buddeln
    ...to be continued...

    lg, Tanja Kreimendahl

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  2. Mein Hund darf seinen Liegeplatz in der Wohnung und im Garten frei wählen - er liegt dabei aber von sich aus nie auf unseren Sitzmöbeln.

    Mein Hund darf nachts ins Bett kommen, weil er es nur dann macht, wenn es ihm grottenschlecht geht.

    Mein Hund darf über sein Spielzeug frei verfügen.

    Mein Hund darf sein Futter stehen lassen und es später fressen.

    Mein Hund darf ab und an über den Verlauf des Spazierweges entscheiden.

    Mein Hund darf bei Regenwetter oder großer Hitze den Spaziergang schnell beenden oder verweigern.

    Mein Hund darf mich an sein abendliches Leckerli erinnern.

    Mein Hund darf mich zum Spielen auffordern.

    Mein Hund darf mir anzeigen, dass sein Napf mit frischem Wasser gefüllt werden soll.

    Mein Hund darf sich von ihm ungewollten menschlichen Annäherungen passiv entziehen und gewollte Annäherungen erlauben.

    Mein Hund darf mir signalisieren wenn er mal "muss".

    Mein Hund darf mir signalisieren, wenn er etwas nicht tun möchte.

    Mein Hund darf mir seine Gefühle mitteilen.

    Sehr interessante Umfrage!

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  3. Wir haben uns zu Beginn die Frage gestellt was unser Hund alles darf oder auch nicht

    Sie darf sich überall hinlegen außer in die Durchgänge, d.h. wenn jemand durchgehen will steht sie auf und lässt denjenigen passieren und legt sich dann wieder hin.

    Sie darf nur ins Bett, wenn es ihr erlaubt wird. So sitzt sie dann meist, 30 Minuten bevor wir aufstehen, still vor mir und schaut mich an. Wenn ich sie anschaue, drückt sie den Kopf an mich und wartet auf eine Einladung. Wenn sie krank ist, will sie auch ins Bett kuscheln.

    Sie darf die Couch mitbenutzen, sofern sie kommentarlos Platz macht, wenn sich jemand dort hin setzten möchte.

    Sie darf spielen womit sie möchte, solange sie es nicht zerstört.

    Sie darf fressen, was sie möchte und wann sie es möchte, aber nicht soviel sie möchte.

    Sie darf beim Spazieren frei laufen, außer es kommen Fußgänger, Reiter , Radfahrer, oder Autos, dann muss sie zu uns kommen und den folgenden Befehl ausführen.

    Sie darf nicht ohne Fragen in irgend ein Gewässer hüpfen. ( Wasserschlangen und Kröten Gefahr)

    Sie muss nicht spazieren gehen, wenn sie nicht möchte.

    Sie kann sich bei Gefahr immer an uns drücken oder hinter uns stellen.

    Sie darf mich an ihr gute Nacht-leckerli erinnern.

    Sie darf mich zum Spielen auffordern.

    Sie darf aus der Badewanne trinken und uns auffordern ihr den Hahn zu öffnen.

    Sie darf sich ungewollten menschlichen Annäherungen entziehen und gewollte erlauben.

    Sie darf mir sagen wenn sie raus möchte um sich zu erleichtern.

    Sie darf ihren Kopf in meiner Achselhöhle verstecken, wenn sie vom Tierarzt gepiekst wird.

    Sie ist ein vollwertiges Familienmitglied und darf ihren Unmut als auch ihre Freude zu gewissen Sachen oder Situationen kund tun und wir versuchen dies so weit wie möglich zu berücksichtigen.

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  4. Da wir mit einem Kleinrudel mit sehr großen Altersunterschied zusammenleben (Bobtail-Mix 13 jahre, Neufundländer 10 Monate) gibt große Unterschiede. Da der 'kleine' gerade in seiner Rüpelphase ist, halte ich seine Entscheidungsfreiheit eher klein. Mein Alter darf eigentlich so ziemlich frei entscheiden, da er es in all den jahren nie ausgenutzt hat:

    - Jeder Raum ist für ihn frei zugänglich
    - Er kann jeden Ort zu seinem Schlafplatz erklären
    - Er darf ins Bett kommen und wieder gehen wann er will
    - Er darf sich überall ohne Leine bewegen
    - Er darf futtern wann er will (der Napf wird nicht weggeräumt)
    - Er darf auch mal keine Lust zu einem Spaziergang haben
    - Er darf zum spielen oder kuscheln einladen
    - er darf sich jederzeit zurückziehen
    - er darf bei mir schutz suchen und sich darauf verlassen, ds ich im zweifelsfall die angelegenheit regele
    - er darf, wenn er angst hat unter meine bettdecke krabbeln (wir bei ca. 40kg ganz schön eng)
    - er darf wir am ohr oder an den händen lecken, wenn es ihm ein bedürfnis ist

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  5. Was darf mein Hnd selbst entscheiden? Eine schwierige Frage, denn viele "Entscheidungen", die sie auf den ersten Blick ohne mein Zutun trifft, trifft sie aber dennoch nicht aus freien Stücken, sondern weil sie ihr - angepasstes - Verhalten gelernt hat. Daher sind alle Beispiele mit Fragezeichen zu verstehen, denn sie bewegt sich schon insgesamt in einem vorgegeben Rahmen.
    Sie wählt unter den erlaubten Liegeplätzen ihren gewünschten aus; das ist aber zumeist der in meiner Nähe.
    Sie darf im Restaurant, oder wenn sie beim Shoppen oder anderswo warten muss in meiner Nähe i.d.R. entscheiden, ob sie sitzend, liegend oder stehend warten möchte, solange sie nahe bei mir bleibt.
    Sie darf auf Spaziergängen mit Hundebekanntschaften spielen, ohne mein Zutun, wenn ich mein o.k. gebe und bis ich sie abrufe.
    Sie darf mich an ihr Abendessen erinnern, wenn ich zu spät dran bin.
    Sie darf mich zum Streicheln auffordern.
    Aber ehrlich gesagt: keine Ahnung, was dann trotzdem durch meine Sprache/Körpersprache beeinflusst ist.
    Ein sehr interessantes Thema! Bin auf die Fortsetzung sehr gespannt!

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  6. Interessante Umfrage.

    Also unsere 2 dürfen

    - sich raussuchen wo sie liegen (meißtens auf oder neben unseren Füßen)
    - sich melden wenn sie rausmüssen
    - beim spazierengehen baden gehen wenn sie möchten
    - zum kuscheln/spieln auffordern
    - ihre rangangelegenheiten untereinander selber regeln
    - im garten alles machen was sie wollen
    - sich gegenseitig das spielzeug oder die kauknochen/karotten wegnehmen
    - mit unserer katze spielen

    ich denke es gibt bestimmt noch sachen aber so auf die shcnell fällt mir das ein

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  7. mein Hund darf:
    - draußen markieren wann und wo er will, allerdings nur, wenn er ohne Leine läuft
    - wenn er ohne Leine ist, darf er sich auch anderen Hunden nähern, die ebenfalls ohne Leine sind
    - drinnen darf er sich seinen Liegeplatz selbst aussuchen
    - er darf ins Bett, wenn wir auch im Bett sind
    - er darf mich zum Kuscheln und Spielen auffordern
    Wahrscheinlich darf er noch mehr, ohne dass ich mir dessen bewusst bin.
    Bin mal sehr auf den Artikel gespannt. Kriegen wir den hier auch zu lesen?

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  8. -meine Hunde dürfen sich im Haus und Garten frei bewegen, dank Hundeklappe selber entscheiden ob sie drinnen oder lieber draussen sind.
    -Freie Wahl des liegeplatzes.
    -Entscheiden selber ob sie den Knochen gleich fressen oder für später aufheben.
    -ob spazieren gegangen wird oder nicht
    -ob sie lust auf Arbeit haben oder nicht
    -die länge des Spazierganges
    -oft die Richtung und das Tempo
    - da meine Hunde zu 95% ohne Leine laufen entscheiden sie selber wie lange sie sich mit schnüffeln an einer Stelle aufhalten (nehme mir immer viel Zeit zum Spazierengehen, warte aber nicht sondern gehe weiter).
    -Markieren beim Freilauf (im Ort entscheide ich) so oft sie es für nötig halten.
    -ob ihnen die Streicheleinheiten oder der Körperkontakt gerade gefallen oder nicht (von Familienmitgliedern wie auch fremden Personen)
    -ob und wann sie spielen
    -wenn sie bei irgendwas unsicher sind entscheiden sie selber ob sie sich langsam rantasten oder Schutz und Hilfe bei mir suchen und wir uns evtl. gemeinsam der Sache nähern

    wenn ich mir das ganze so betrachte ist es eigentlich nicht sehr viel was Hunde selber entscheiden dürfen und witzig finde ich auch das fast alle das gleiche dürfen.
    Würde man die Hunde selber fragen würden sie wohl eher sagen sie dürfen so gut wie garnichts selber entscheiden. Angefangen beim Jagen übers Fressen bis hin zu Paartnerwahl wird den Hunden doch mehr oder weniger nicht viel Freiraum gelassen um selber zu entscheiden. Ich vermute irgendwie wird doch alles von uns, ob bewusst oder unbewusst, beeinflusst, oder nicht?
    Bin gespannt wie es weitergeht?!

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  9. Mein Hund darf entscheiden
    drinnen:

    - wo sie schlafen möchte
    - wo sie liegen möchte
    - wann sie spielen möchte (bei Zeitmangel wird aber auch mal nicht drauf eingegangen)
    - womit sie spielen möchte
    - wann sie kuscheln möchte
    - wie lange sie kuscheln möchte
    - wenn sie nicht kuscheln oder spielen möchte
    - grundsätzlich entscheidet meine Hündin drinnen so ziemlich alles selbst. Ich gehe entweder auf Angebote ein oder auch mal nicht.
    Bei Nichteingehen gebe ich ihr in der Regel eine Alternative vor.

    draußen
    - wo gebuddelt wird
    -wo markiert wird (wenn unangeleint)
    - ob sie Hundekontakt möchte oder nicht
    - wann gearbeitet wird und wann nicht
    - häufig: wo spazierengegangen wird

    Ich finde es schwierig, zu sagen, NUR Entscheidungen, die nicht belohnt wurden. Jede Entscheidung wird aufgrund für den Hund lohnenswerter Konsequenzen gefällt, von daher würde ich zb schon sagen, dass ich meine Hündin selbst entscheiden lasse, ob sie in meiner Nähe bleibt oder nicht. In der Nähe bleiben lohnt sich für sie, da jeder Spaziergang so genutzt wird, dass er die Bedürfnisse meiner Hündin weitgehend befriedigt.

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  10. Mein Hund darf im Prinzip alles frei entscheiden. Ausnahmen: 1. nicht, wenn es seine oder die Gesundheit anderer gefährdet 2. nicht, wenn es gegen die Regeln unserer sozialen Gruppe verstösst.
    Regeln sind z.B. die Unterschiede zwischen Dein und Mein und Unser

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  11. Auch ich muss für jeden Hund einzeln antworten, denn Hündin Dana (4 Jahre) ist erst seit 8 Wochen bei uns und... schwierig. Frieda ist 3 und seit der 8ten Lebenswoche bei uns.

    Frieda darf ihren Liegeplatz frei wählen, aber nicht ins Bett.

    Frieda darf im Wald/Feld/Wiese alles frei entscheiden, außer während der Brutzeit der Wasservögel ans Wasser. Sie bleibt in der Nähe und macht dabei ansonsten, was sie will.

    Frieda darf "jagen" (Kaninchen, Vögel und Eichhörnchen), weil sie sowieso nach kurzer Zeit aufgibt und zurück kommt.

    Frieda darf Hundekontakte selbst wählen und regeln.

    Frieda darf sich hinter mir verstecken, wenn sie Angst hat. Ich kläre die Situation dann für sie.

    Frieda darf sogar mal an der Straße an der Leine ziehen, wenn ich nicht kapiere, dass da grade etwas furchtbar wichtig riecht.

    Frieda darf meist stehenbleiben und schnuppern oder Gras ablecken, solange sie will.

    Dana darf sehr wenig selbst entscheiden.

    Meist wählt sie auch ihren Liegeplatz in der Wohnung selbst aus.

    Darf meist schnuppern und Gras lecken, solange sie will.

    Beide Hunde dürfen einfach weggehen, wenn sie keine Lust (mehr) auf irgendwelche Spiele oder Übungen haben.

    Beide Hunde dürfen uns zum Spielen oder Schmusen auffordern.

    Na, das ist echt nicht viel, besonders für Dana... aber im Moment sehe ich keine andere Möglichkeit, weil sie ... na ja... eben schwierig ist (ich WILL nicht "aggressiv" schreiben)
    Ich bin gespannt, worum es geht und bedanke mich für die Denkanregung!

    Lieben Gruß
    Kirsten

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  12. hmmm
    ich fang mal anders rum an...
    Mein Hund darf NICHT:
    Leineziehen, Jogger jagen, Kinder und andre Hunde fressen, mir im Weg rumstehen, Betteln, andre Hunde anpöbeln, jagen, ungefragt in den Wald gehen...

    den Rest darf er :-)

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  13. Mein Hunde dürfen den Alltag mit mir leben. Was erlaubt ist, was nicht ist Situationsbedingt. Wenn sie die bessere Entscheidung anbieten, und damit Umweltkompatibel bleiben, entscheiden sie. Geht es um die Menschenwelt lege ich mein Veto ein. Geht es um die Hundewelt entscheiden sie, wenn möglich, komplett allein. Es geht bei den Entscheidungen immer nur darum weder sich selbst noch dem Umfeld zu schaden. Wie es beim Menschen auch sein sollte. Gruß Terry

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